„Mit der neuen Serverplattform haben wir nicht nur die technische Grundlage für unser Wachstum, sondern auch für künftige Anwendungen geschaffen.“
Jörg Vogel, IT-Leiter, SDI GmbH & Co. KG
Die SDI GmbH & Co. KG produziert Mineralwasser sowie Frucht- und Erfrischungsgetränke in Erftstadt und am zweiten Standort im holländischen Heerlen und beliefert europaweit große Discounter. Um ihren Expansionskurs fortführen zu können, musste die SDI ihre Serverinfrastruktur optimieren, da diese an ihre Leistungsgrenzen gestoßen und nur noch mit hohem Aufwand zu verwalten war. Abgelöst wurden alte NT- und Linux-Systeme durch Microsoft Windows Server 2003 R2 Standard Edition, der Lotus-Notes-Kommunikationsserver durch den Microsoft Exchange Server 2003 sowie eine WatchGuard-Firewall durch drei Microsoft Internet Security & Acceleration (ISA) Server 2006. Bei dem Migrationsprojekt erhielt die SDI Unterstützung vom Microsoft Gold Certified Partner utilitas GmbH aus Aachen. Die neue Serverplattform lässt sich zentral verwalten und ist sicherer. Die IT-Infrastruktur erreicht nun eine Server-Uptime von 99,9 Prozent, gleichzeitig sanken die Helpdeskanfragen um 25 Prozent. Zudem reduzierten sich die Spamnachrichten um 70 Prozent, die IT-Abteilung macht nun rund ein Drittel weniger Überstunden – die Personalkosten bleiben somit trotz des starken Gesamtwachstums konstant.
Aus zwei Brunnen in rund 270 Metern Tiefe sprudelt im nordrhein-westfälischen Erftstadt die Umsatzquelle der SDI (Soft Drink International) GmbH & Co. KG: natriumund kalziumarmes Mineralwasser. Pro Stunde liefern die Brunnen „Noé“ und „Fiorino“ je rund 50 000 Liter. Von dort gelangt das Wasser in die Aufbereitungsanlage und wird in Plastikflaschen abgefüllt. Europaweit hat die SDI rund 40 Kunden, die Auslieferung übernimmt die Muttergesellschaft MAY Holding GmbH & Co. KG. Nicht nur in reiner Form gelangt das Quellwasser in die Regale großer Discounter wie Aldi, Plus und Metro, sondern auch verarbeitet zu insgesamt 180 Frucht- und Erfrischungsgetränken. Die SDI beschäftigt derzeit rund 250 Mitarbeiter.
Hoher Administrationsaufwand
Um ihren Wachstumskurs technisch zu unterstützen, beschloss die SDI im Juli 2006, ihre veraltete Serverinfrastruktur zu modernisieren und eine neue Plattform einzuführen. Im Einsatz waren bis dato das Serverbetriebssystem Microsoft Windows NT Server 4.0, Debian Linux im Webserver- und Firewall-Bereich, als Messaging-Lösung Lotus Notes 6.5, einige WatchGuard-Firewalls und ein Microsoft SQL Server 2000 als Datenbankserver. Auf den rund 100 PCs der Mitarbeiter liefen Microsoft Windows 2000 sowie zahlreiche ältere Microsoft Office-Versionen, aber auch Open Office. Als Suchprogramm wurden Google Desktop Search und Google Toolbar genutzt – eine kostenlose Symbolleiste mit Websuche und Popup-Blocker, die jedoch nicht den datenschutzrechtlichen Ansprüchen der SDI genügten, da Google Toolbar benutzerspezifische Daten an die Suchmaschine schickt. „Allein der parallele Betrieb von zwei Serverbetriebssystemen war in der Administration kompliziert und aufwendig“, erklärt Jörg Vogel, IT-Leiter der SDI. Die Systeme fielen häufig aus, weil es regelmäßig Probleme mit der Virtualisierungslösung VMware ESX Server 3.0 gab. „Sie war noch nicht ausgereift und bereitete uns immer wieder Probleme“, erinnert sich Vogel. Bei der Vielfalt an Technologien war eine zentrale Planung nicht möglich. Um neue Software auf den PCs aufzuspielen, waren Vogel und zwei seiner vier Mitarbeiter den ganzen Tag im Haus unterwegs. Noch aufwendiger wurde es, wenn es Probleme am zweiten Standort, dem 76 Kilometer entfernten niederländischen Heerlen, gab. Zusammen mit der Geschäftsführung und den Fachabteilungen stellte der IT-Leiter ein Pflichtenheft zusammen: Die neue Plattform sollte alle IT-Ressourcen und Benutzerdaten zentral verwalten und alle Workflows abbilden, um so Personal- und Administrationskosten zu senken. Gefordert war auch eine zentrale und sichere Suchfunktion.
Zukunftsweisende Lösung
Schnell war klar, dass künftig lediglich eine Technologie genutzt werden sollte. „Die Entscheidung, nur noch die Microsoft-Technologie für alle Systeme einzusetzen, nämlich die mit dem größten Produktportfolio und der größten Investitionssicherheit, war eine strategische Entscheidung der Geschäftsführung“, erklärt der IT-Leiter. „Durch das einheitliche Lizenzmodell können wir die Kosten für die nächsten Jahre gut planen“, betont Edmund Meier, kaufmännischer Leiter der SDI. Als weiteres Ziel wollte Jörg Vogel mit dem kleinen IT-Team, zwei Kollegen kümmern sich ausschließlich um die Unternehmenssoftware SAP/R3, ein hohes Maß an internem Know-how aufbauen, was mit einem Mix aus Plattformen verschiedener Anbieter nicht möglich wäre. Um diese Anforderungen rasch umzusetzen, wandte sich Vogel an den Microsoft Gold Certified Partner utilitas GmbH, der viel Erfahrung in der Konsolidierung heterogener Systeme hat. Zunächst stellte utilitas im Juli 2006 in einer Testumgebung die Anforderungen des Kunden nach und ging die Schritte der Umstellung, wie bei geschäftskritischen Anwendungen üblich, akribisch durch. Zuerst migrierte die SDI mit Unterstützung ihres IT-Dienstleisters ihre Server auf Windows Server 2003 R2 Standard Edition. Die Kernmigration ging an einem Wochenende über die Bühne. Rund vier Wochen dauerte es, bis die organisatorischen Elemente wie Gruppenrichtlinien und Berechtigungen eingeführt waren, damit die Mitarbeiter wie gewohnt arbeiten und auf die für sie zugelassenen Anwendungen zugreifen konnten. Um das Unternehmensnetz zu sichern, installierte die SDI drei neue Microsoft Internet Security & Acceleration (ISA) Server 2006, die die WatchGuard-Firewall ablösten. „Zwei ISA Server sind nötig, weil wir zwei getrennte DSL-Leitungen nutzen: eine synchrone für die Mails und unser virtuelles Unternehmensnetz (VPN) und eine asynchrone für den gewöhnlichen Internetverkehr“, führt der IT-Leiter aus. In Heerlen steht der dritte ISA Server. Als Firewall sichert er das Netzwerk in mehreren Stufen nicht nur vor unautorisiertem Zugriff von außen, sondern überwacht den Verkehr im Netz und warnt die Administratoren, sobald etwas Ungewöhnliches passiert. So können die Mitarbeiter der IT-Abteilung gleich reagieren. Außerdem ermöglicht er Virtual Private Networking: Mitarbeiter am Standort Heerlen können ebenso sicher auf den Firmenserver zugreifen wie die Kollegen vor Ort in Erftstadt. Im Oktober migrierte die SDI von Lotus Notes auf Microsoft Exchange Server 2003. Dieser greift auf den in Windows Server 2003 integrierten Verzeichnisdienst Active Directory zu, über den die gesamte IT-Struktur zentral verwaltet wird. Die Standorte Erftstadt und Heerlen, die beiden Außenlager in der Region, alle Abteilungen und Benutzer können konsolidiert abgebildet werden.
Sicherheit hat Priorität
Danach wurde die Microsoft Antigen-Produktpalette eingeführt und der alte G-Data-Virenscanner abgelöst. „Dies hat die Performance erheblich verbessert“, sagt Peter Haupt, Geschäftsführer von utilitas; „zusätzlich filtert der Antigen Spam Manager 70 Prozent der Spammails.“ Nach einer kurzen Einarbeitung können die SDIMitarbeiter bequem alle Funktionen nutzen, sie haben sich schnell an das neue Programm gewöhnt. Die IT-Mitarbeiter erhielten eine zweitägige Schulung durch utilitas. „Schon während der täglichen Projektarbeit haben sie viel Know-how erworben“, sagt Haupt. Die neue Serverinfrastruktur ist leistungsfähiger, sicher und lässt sich zentral verwalten. „Sie ist wesentlich übersichtlicher geworden. Wir können das Unternehmen in Organisationseinheiten unterteilen, die Benutzer, Clients und Hardware zuordnen und die IT-Kosten besser kontrollieren“, beschreibt Jörg Vogel die Vorteile. Der kaufmännische Leiter geht von einem ROI von weniger als sechs Monaten aus. Die VMware ESX 3.0 Server löste die SDI durch Microsoft Virtual Server 2005 R2 ab. „In der IT-Abteilung fallen jetzt 30 Prozent weniger Überstunden an. Mit Virtual Server 2005 konnten wir der SDI eine wesentlich leichtere Administration als mit VMware ESX Server 3.0 bieten”, resümiert Peter Haupt. „Die SDI hat einen wichtigen Schritt zu einer homogenen Microsoft-Umgebung getan.” Die Mitarbeiter schätzen vor allem die um rund 20 Prozent schnellere Startzeit ihrer PCs. „Nach der Migration ist es im Support ruhig geworden“, sagt IT-Leiter Vogel, „wir haben ein Viertel weniger Helpdeskanfragen.“
Grundlage für Wachstum
Probleme mit den Arbeitsplatzrechnern lösen die IT-Mitarbeiter von ihrem Büro aus mit sicherem Fernzugriff (Windows-Remote-Desktop-Verbindung). Fußmärsche durchs Haus oder Anfahrten zu Kollegen gehören der Vergangenheit an. Jetzt hat die IT-Abteilung mehr Zeit, strategische Projekte zu betreuen. „Mit der neuen Plattform haben wir die technische Grundlage für Wachstum und künftige Anwendungen geschaffen“, so Vogel. Seither hat die SDI bereits mehrere Anschlussprojekte mit Unterstützung von utilitas erfolgreich abgeschlossen, darunter die Einführung von Microsoft Systems Management Server (SMS) 2003. „Damit vereinheitlichen wir sämtliche Clients und halten sie auf dem gleichen Stand“, erläutert Vogel. Der SMS Server 2003 verteilt ebenfalls alle Patchs und Hotfixes. Danach kam Microsoft Operations Manager (MOM) 2005 zum Einsatz, jetzt kann der IT-Leiter die Server zentral überwachen. Mit dem neu eingeführten Kundenmanagementsystem Microsoft CRM 3.0 ist das IT-Team zum einen in der Lage, Supportfälle besser abzuwickeln, zum anderen ist die Qualität der internen ITDienstleistungen gestiegen. Danach wurde der Microsoft Office SharePoint Server 2007 eingeführt. Sämtliche Prozesse der SDI werden nach und nach im SharePoint Server abgebildet. „An Virtual Server schätze ich vor allem die einfache Handhabung und bessere Leistung als bei VMware ESX Server 3.0“, sagt Vogel. „Performance und Stabilität sind erheblich gestiegen, der Server erreicht eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent. Damit hat die SDI eine optimale Plattform für weiteres Wachstum“, so Marcel Nitsch, Technischer Leiter der utilitas GmbH. Der IT-Leiter der SDI ist mit der Microsoft-Plattform zufrieden: „So stelle ich mir Software für den Mittelstand vor.“ Nun sind weitere Microsoft-Projekte in Planung: Seit Kurzem setzt die IT-Abteilung 2007 Microsoft Office und Windows Vista ein. „Die Verbesserungen sind enorm“, ist Jörg Vogel begeistert. „Besonders die einfache und zentrale Suche in Vista gefällt mir. Unsichere Software wie die Google Toolbar sind nun überflüssig. Wir planen bereits, Windows Vista und 2007 Office System im ganzen Unternehmen einzusetzen.“